55 Tonnen Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Als wäre die humanitäre Situation der syrischen Binnenflüchtlinge nicht prekär genug – nun schließen Russland und China die Türen für humanitäre Hilfe von außen.

Der UN-Sicherheitsrat hat sich nach langem Ringen zwar auf eine Fortsetzung der humanitären Syrien-Hilfe geeinigt – allerdings in wesentlich eingeschränkter Form. Der Kompromiss sieht vor, dass die Güter künftig nur noch über einen einzigen syrischen Grenzübergang ins Land gebracht werden können. Bisher waren zwei Grenzübergänge für Transporte von Lebensmitteln und Medikamenten geöffnet. Hilfsorganisationen wie Human Plus fürchten, dass diese Beschränkung die Versorgung von Millionen Notleidenden gefährden könnte. Eine seit 2014 bestehende UN-Resolution war nach sechs Jahren ausgelaufen. Sie erlaubte es den Vereinten Nationen, wichtige Hilfsgüter über Grenzübergänge auch in Teile Syriens zu bringen, die nicht von der Regierung kontrolliert werden. Nach russischem Widerstand waren die einst vier Übergänge Anfang des Jahres bereits auf zwei reduziert worden. Seitdem hat sich die Versorgungslage der ca. 2,8 Millionen Menschen der Region deutlich verschlechtert.

Human Plus unterstützt die Region seit Beginn des Bürgerkrieges im Jahr 2012 immer wieder mit LKW Lieferungen von Nahrungsmittel, Babynahrung, Babymilch, Textilien, Medikamente, Verbandstoffe, Spielsachen, Hygieneartikel, Schulutensilien, Brennöfen u.v.m. Ende Juni und in der vergangenen Woche wurden erneut zwei LKW mit insgesamt 55 Tonnen auf den Weg gebracht. Finanziert wurde diese Spende durch die Stiftung Bild hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“. Die Verteilung findet vor Ort durch ein bewährtes Team von Unterstützern statt.

„Die Einschränkung der Syrien Hilfe durch die Vetomächte Russland und China sind grade am 25. Jahrestages des Völkermordes von Srebrenica ein Tiefpunkt der UNO.“ stellt Anestis Ioannidis, CEO von Human Plus fest. „Wer, wenn nicht die UNO, soll den Menschen Schutz, Zuflucht und Hilfe bieten können. Das Leid und die Perspektivlosigkeit der Menschen sind dort unbeschreiblich. Und wen die Großen in ihrer Verantwortung versagen, dann machen wir es eben selbst. Bemerkenswert in dem Zusammenhang auch, dass unsere gesamte Hilfe seit 2012 privat und durch Stiftungen finanziert wird und keinen Cent an öffentlicher Unterstützung erhält. Wer – wenn nicht wir. Insofern freuen wir uns auf jede Unterstützung. Wir helfen – tun Sie es auch!“

Anestis Ioannidis

Sehen Sie hierzu einen Bericht der WDR Lokalzeit Düsseldorf vom 24.07.2020:

 

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