{"id":1196,"date":"2015-12-22T16:44:28","date_gmt":"2015-12-22T16:44:28","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.human-plus.de\/en\/?p=1196"},"modified":"2016-07-14T06:35:25","modified_gmt":"2016-07-14T06:35:25","slug":"presseartikel-rheinische-post-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/human-plus.de\/en\/presseartikel-rheinische-post-2\/","title":{"rendered":"Presseartikel Rheinische Post"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-993 alignleft\" src=\"http:\/\/wp.human-plus.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/human-plus-presseartikel-rheinische-post_22122015.jpg\" alt=\"human-plus-presseartikel-rheinische-post_22122015\" width=\"751\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/human-plus.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/human-plus-presseartikel-rheinische-post_22122015.jpg 751w, https:\/\/human-plus.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/human-plus-presseartikel-rheinische-post_22122015-282x300.jpg 282w, https:\/\/human-plus.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/human-plus-presseartikel-rheinische-post_22122015-600x639.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 751px) 100vw, 751px\" \/>Liebe Freunde und F\u00f6rderer von Human Plus e.V.!<\/p>\n<p>Am 22.12. erschien in der Rheinischen Post ein Artikel, den wir hier mit Ihnen\u00a0 teilen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Nettetal. <strong>Die Nettetaler Organisation &#8220;Human Plus&#8221; ist immer noch in Syrien und im Nordirak aktiv. Ihr Vorsitzender Anestis Ioannidis warnt vor einer humanit\u00e4ren Katastrophe, wenn Hilfe ausbleibt.<br \/>\n<\/strong>Von Ludger Peters<\/p>\n<p>Der 19-j\u00e4hrige syrische Fahrer des kleinen Lkw war sofort tot. Eine Rakete hatte das Fahrzeug getroffen, mit dem der junge Mann im Juni Hilfsg\u00fcter in einer Bergregion verteilen wollte. Der junge Mann wollte nicht k\u00e4mpfen, sondern einen Hilfstransport der Nettetaler Organisation &#8220;Human Plus&#8221; ins Ziel bringen. &#8220;Angriffe von Heckensch\u00fctzen oder mit Raketen gibt es h\u00e4ufig&#8221;, sagt Human-Plus-Vorsitzender Anestis Ioannidis. Schon seit 2011 organisiert er mit ehrenamtlichen Helfern Hilfsg\u00fctertransporte in das von B\u00fcrgerkrieg und Terrorismus heimgesuchte Syrien. F\u00fcnf Helfer kamen bisher ums Leben.<\/p>\n<p>Im Januar 2015 erreichte Human Plus mit einem Transport, der bis dahin zwei Monate unterwegs gewesen war, nach einer gef\u00e4hrlichen Odyssee Menschen im Nordirak. Sie waren im Sommer 2014 zu hunderttausenden vor Terroristen in die Berge Sengals gefl\u00fcchtet. Human Plus brachte ihnen 17 Tonnen Wintertextilien, Schuhe, Grundnahrungsmittel, Babynahrung, Medikamente, Verbandstoffe, Reinigungs- und Hygienemittel. Human plus war die erste internationale Hilfsorganisation, die nach der dramatischen Befreiung der Grenzstadt Kobane die Menschen dort mit 40 Tonnen Hilfsg\u00fctern unterst\u00fctzt hat.<\/p>\n<p>Anestis Ioannidis f\u00fcrchtet eine humanit\u00e4re Katastrophe, wenn die Welt nicht endlich in Syrien selbst hilft. &#8220;Die Luftangriffe westlicher Nationen haben unsere Arbeit schon schwieriger und riskanter gemacht. Das Eingreifen der Russen hat die Lage erheblich versch\u00e4rft. Unsere Mitarbeiter k\u00f6nnen die eingeschlossenen Menschen in schwer zug\u00e4nglichen Gebieten und in der umk\u00e4mpften Region von Aleppo nur unter Lebensgefahr erreichen&#8221;, berichtet er. Human Plus ist nach seinen Beobachtungen m\u00f6glicherweise die letzte europ\u00e4ische Organisation, die Hilfsg\u00fcter bringt und verteilt. F\u00fcr Ioannidis ist es m\u00fc\u00dfig nachzuforschen, auf wessen Konto die t\u00f6dlichen Angriffe auf seine Transporte gehen. Nach seiner Einsch\u00e4tzung bildet der &#8220;Islamische Staat&#8221; (IS) keine homogene Einheit. Es gebe zwar Befehlsstrukturen und milit\u00e4rische Strategien. Aber l\u00e4ngst h\u00e4tten sich in diesem Spektrum marodierende Banden gebildet. Sie beriefen sich auf den Koran und seien gottloser als Piraten. &#8220;Gottes Name d\u00fcrfte nie benutzt werden, um Hass und Gewalt zu rechtfertigen, so wie die Terrorgruppen ihr Handeln rechtfertigen. Ein Menschenleben z\u00e4hlt f\u00fcr sie nichts. Sie morden, sie entf\u00fchren, missbrauchen und verkaufen Kinder und Frauen. Sie brandschatzen D\u00f6rfer und St\u00e4dte.&#8221; Wer in Syrien und im Irak k\u00e4mpfe, lasse sich nicht mehr ermitteln. &#8220;Es gibt st\u00e4ndig wechselnde Koalitionen. Bandenf\u00fchrer ordnen sich mal dem IS unter, dann wiederum sind sie auf eigene Rechnung unterwegs.&#8221;<\/p>\n<p>Im Oktober 2011 schickte Human Plus den ersten Hilfstransport nach Syrien. Korruption und Erpressung an Zollstellen erschweren die Arbeit. Human Plus muss f\u00fcr jeden Transport zus\u00e4tzlich mehrere tausend Euro f\u00fcr Bestechungsgelder einrechnen. Der t\u00fcrkischen Regierung wirft Ioannidis Unehrlichkeit vor. Er ist \u00fcberzeugt, dass das Land \u00d6l von Terroristen kauft und ihnen Waffen liefert. Die religi\u00f6se Ausrichtung der Regierung sei vorgeschoben. Human Plus wird nach Ioannidis&#8217; Angaben von namhaften Firmen in Deutschland mit Sachspenden unterst\u00fctzt. &#8220;Unsere Transparenz und die Nachhaltigkeit unserer Hilfen haben Vertrauen geschaffen.&#8221; 25 vollst\u00e4ndig ausger\u00fcstete Krankenwagen hat die Organisation in Syrien eingeschleust, mehr als 1500 Tonnen Hilfsg\u00fcter sind bereits zugestellt worden. Allein in diesem Jahr waren es 140 Tonnen. Human Plus unterh\u00e4lt Lager, in denen G\u00fcter portioniert \u00fcbergeben werden. Dabei helfen Kinder und Jugendliche, die Eltern und Verwandte verloren haben. In Aleppo griffen Helfer einen dreij\u00e4hrigen Jungen auf, der v\u00f6llig allein in der Welt ist.<\/p>\n<p>&#8220;Er ist der bisher J\u00fcngste. Aber es gibt tausende Waisen. Um solche Kinder k\u00fcmmern wir uns, wir m\u00f6chten nicht, dass sie Terroristen in die H\u00e4nde fallen. Darum brauchen wir dringend finanzielle Unterst\u00fctzung&#8221;, sagt der Nettetaler.<\/p>\n<p>Er f\u00fcrchtet, dass die nicht fl\u00fcchtenden Menschen vergessen werden. &#8220;Zur\u00fcckbleiben m\u00fcssen die \u00e4rmeren Menschen. Wer Geld hat, hat sich mit der Familie auf den Weg gemacht oder wenigstens ein Familienmitglied losgeschickt. Wer geblieben ist, kann Schleuser nicht bezahlen. Wir m\u00fcssen unbedingt verhindern, dass sich Jugendliche und Kinder radikalisieren.&#8221;<\/p>\n<p>Ioannidis wirft der Politik vor, sie f\u00fchre fruchtlose Debatten und helfe nicht. &#8220;In Syrien tragen sich unterdessen unvorstellbare Dinge zu.&#8221; Ioannidis hat beobachtet, wie Saudis in Fl\u00fcchtlingslagern f\u00fcr einige Dollar M\u00e4dchen oder junge Frauen kauften. Human Plus st\u00fctzt sich in Syrien auf gem\u00e4\u00dfigte Assad-Gegner, die durch das russische Engagement bedroht seien. Fr\u00fche Hinweise auf eine Fl\u00fcchtlingsbewegung aus Syrien heraus seien von Regierungen ignoriert worden. Ioannidis wirft ihnen vor, sich der humanit\u00e4ren Hilfe in Syrien zu verweigern und zu Hause ihre christlichen oder sozialen Grunds\u00e4tze aus taktischen Gr\u00fcnden zu verleugnen. Hochachtung habe er nur vor Bundeskanzlerin Angela Merkel.<\/p>\n<p>Human Plus habe lange geschwiegen und gehandelt. Aber die Lage spitze sich in Syrien inzwischen so dramatisch zu, dass die Organisation die \u00d6ffentlichkeit um Hilfe bitten m\u00fcsse. &#8220;Es haben sich genug deutsche Politiker in Camps ersch\u00fcttert gezeigt, die Menschen dann aber trotzdem im Stich gelassen&#8221;, sagt Ioannidis. Wer mehr wissen will: <a href=\"http:\/\/www.Human-Plus.org\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">www.Human-Plus.org<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Freunde und F\u00f6rderer von Human Plus e.V.! 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